Über Qigong 


Die Lebensenergie wahrnehmen und lenken 

 

Die Übungen des Qigong haben eine sehr lange Tradition und sind ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Ihre Ursprünge liegen besonders in der Kampfkunst und der daoistischen Philosophie. 

„Qi“ bedeutet Lebensenergie und „Gong“ Arbeit oder konzentrierte Beschäftigung mit etwas. Qigong ist also Arbeit an und mit der Lebensenergie. 

 

In meinen Kursen unterrichte ich Qigong Yansheng, ein Lehrsystem, das von Prof. Jiao Guorui in China entwickelt und von ihm selbst später auch in Deutschland unterrichtet wurde. Der Begriff „Yangsheng“ kann mit „Pflege des Lebens“ übersetzt werden. Ein positive, lebensfördernde und dabei eigenveranwortliche Entwicklung ist Ziel und Kern des Qigong Yangsheng.

 

 

Qigong wirkt auf alle Aspekte des Menschseins ein 

 

Ziel der Übungen ist es, Körper und Geist in einen Zustand der Ruhe und Kraft zu bringen, aus dem heraus die Energien harmonisch fließen und somit auch ressourcenschonend verteilt werden können.  

Auf der körperlichen Ebene werden durch das regelmäßige Training Muskeln, Sehnen und Bänder differenzierter belebt und gekräftigt, was uns im Alltag flexibler reagieren lässt. Auf geistiger Ebene werden wir aufmerksamer und können uns leichter sammeln. Das Qi wird nachhaltiger aufgenommen und gespeichert. 

Wir bewegen uns klarer und widerstandsfähiger (Stichwort: Resilienz) durch unser tägliches Leben. 

 

Medizinisch betrachtet dient Qigong besonders der Prävention: Fördern von Gesundheit zur Vermeidung von Krankheit. Aber auch zur Unterstützung bei der Behandlung verschiedener Beschwerdebilder oder Erkrankungen (besonders chronischer Natur) wird es immer wieder hilfreich eingesetzt. 

Nicht zuletzt kann der hohe meditative Anteil der Übungen Qigong auch zu einem wertvollen Begleiter einer spirituellen Entwicklung machen. 

Man könnte also sagen, dass durch eine kontinuierliche Qigong-Praxis Körper, Seele und Geist wieder enger zusammenrücken und besser in ihrer vitalen Einheit  wahrgenommen werden können. 

 

 

Werkzeuge des Qigong 

 

Ein zentraler Aspekt beim Qigong ist die Arbeit mit den sogenannten „3 Mitteln“: Körperhaltung, Atmung und Aufmerksamkeit. Zu Beginn unserer Qigong-Arbeit beschäftigen wir uns vor allem damit, Übungsabläufe zu verinnerlichen und auszuführen. Wir lernen dabei auch unsere Aufmerksamkeit in bestimmte Bereiche des Körpers zu führen und dort zu bewahren. Später spielen weiterführende innere Aspekte eine größere Rolle: Wir betrachten unseren Atem eingehender und richten unsere Aufmerksamkeit vermehrt auf Vorstellungsbilder. So vertiefen wir unsere Übungspraxis und lernen unsere Energie weiter zu vermehren und leichter zur Verfügung zu haben. 

 

  

Für vertiefende Informationen zu Qigong im Allgemeinen und Qigong Yangsheng im Besonderen, empfehle ich unter folgendem Link einen Artikel meines Hauptlehrers Ernst-Michael Beck.